Enea

Rüde, Breton Epagneul, 8 Jahre, Unvermittelt, stammt aus Italien, TierNr. 2126
Er rückt auf den Seiten der zu vermittelnden Hunde immer weiter nach hinten. Schon so viele Jahre wartet er auf Menschen, die ihn adoptieren, ihm die große Chance geben, aber sie kommen nicht. Stattdessen gerät er mehr und mehr in Vergessenheit und sieht die anderen Vierbeiner kommen und gehen, mag kaum begreifen, was sie von ihm unterscheidet.
Enea ist ein 48cm großer Epagneul Breton, 2009 geboren und bildhübsch. An dieser Stelle sollte der Steckbrief wohl enden, dann könnten wir uns vor Anrufen nur schwer retten.
Leider ist dem nicht so, denn Enea ist Epileptiker. Seit er vor einigen Jahren gefunden und in ein staatliches Tierheim in Italien gebracht wurde, hatte er nur zwei Anfälle. Die Pfleger agierten sofort und brachten ihn zum Tierarzt. Seither bekommt er ein Antiepileptikum und hatte – im Beisein der Tierpfleger – keinen Anfall mehr. Da epileptische Anfälle aber meist in den Ruhephasen, wie beispielsweise nachts, auftreten, ist ungewiss, ob und wenn ja, wie viele Anfälle er hat.
Außerdem ist Enea auf Leishmaniose positiv getestet, hat aber einen konstant sehr niedrigen Titer, der jährlich getestet, aber nicht behandelt werden muss. Die Leishmaniose kann sein Leben lang in ihm schlummern, doch durch den dauerhaften Stress im Tierheim kann sie auch ausbrechen.
Durch den Stress hat Enea mittlerweile Verhaltensauffälligkeiten entwickelt. Wenn Fremde das Tierheim besuchen oder die Fütterungszeit ansteht, beginnt er im Kreis zu laufen oder gräbt auf dem Betonboden seines Zwingers. Er ist dann so aufgeregt, dass er, wenn man an sein Futter ginge, schnappen würde. Er lässt sich aber aus diesen Mustern rausholen, wenn ihm seine Pflegerin die Hand hinhält und so seine Aufmerksamkeit umlenkt.
Die Situation im Tierheim ist für einen Epileptiker sehr gefährlich. Das ständige Gebell und die mangelnde Auslastung bedeuten großen Stress für das Sensibelchen. Der Stress begünstigt Anfälle und die offene Großgruppenhaltung der Hunde kann für Enea während einem Anfall tödlich enden. Andere Hunde verstehen epileptische Anfälle oft falsch und attackieren den vermeintlich gefährlichen, krampfenden Hund.
Kurzum: Enea muss dringend aus dem Tierheim raus und zu Menschen, die ihm einen geregelten Tagesablauf bieten, seine Medikamentengabe zuverlässig managen (2 x täglich im 12 Stunden-Rhythmus), dem Jagdhund ausreichend körperliche und mentale Beschäftigung bieten und für ihn da sind. Am sichersten wäre wohl ein Haushalt ohne weitere Hunde, traumhaft wären Menschen mit viel Zeit. Ein eingezäunter Garten wäre die Krönung. Auch eine Pflegestelle kommt für unseren Goldschatz infrage. Wir freuen uns schon jetzt über Patenschaftsangebote für Enea, um die Kosten, die für seine Medikamente und Tierarztbesuche anfallen, auffangen zu können.
Bretone sind freundliche, rundum verträgliche Jagdhunde, die gerne draußen unterwegs sind und drinnen kuscheln. Wie Enea wirklich ist, wie er sein könnte, in einem ruhigen Zuhause bei Menschen, die ihn ankommen lassen, ist schwer zu sagen.
Wir sind vielleicht verrückt, zu denken, es fände sich jemand für einen solch besonderen Hund, aber wäre es nicht viel verrückter, es gar nicht erst zu versuchen?
Er ist schon viel zu lange im Tierheim, es wird Zeit für ihn, nach Hause zu gehen. Ich bräuchte nur noch Ihre Adresse. Enea wartet gechipt, geimpft und auf Filarien negativ getestet. Falls Sie mit dem Gedanken spielen, dem Sensibelchen eine Pflegestelle oder ein Zuhause bieten zu wollen, melden Sie sich bei mir. Auch bei Fragen zu Epilepsie, Leishmaniose oder dem Ablauf einer Pflegestelle oder Patenschaft können Sie mich jederzeit kontaktieren.

Enea
Enea Breton Epagneul 8 Jahre Rüde

Kontakt

Jasmine Wemmer
078078009971
015168149420
ab 18 Uhr

News

26.04.2017

Neue Videos von Enea!

18.09.2017

Und es bleibt alles beim Alten. Na ja, fast. Denn der letzte Bluttest zeigte, dass Enea nun negativ auf Leishmaniose ist. Juhuuu! Der Titer war all die Jahre über so niedrig, dass er nicht behandelt werden musste. Wer lässt sich auf den schönen, sensiblen Rüden ein? Er verdient, seine restlichen Jahre in Geborgenheit verbringen zu dürfen.

07.01.2018

Der schöne Enea jagte seinen Pflegern einen riesigen Schrecken ein. Ihnen fiel auf, dass er blutigen Kot ausschied. Eine Untersuchung beim Tierarzt ergab, dass er glücklicherweise keinen Tumor am After hatte. Enea leidet unter einem starken Befall des Peitschenwurms, der meist symptomlos verläuft, es sei denn, der Befall ist immens. So war es bei Enea. Folgen sind Abgeschlagenheit, Blutarmut und im schlimmsten Fall starker Blutverlust. Der arme Schatz bekommt nun Medikamente gegen die Würmer. In einer hygienischeren Umgebung als ein Tierheim wäre eine Wurminfektion leichter zu behandeln.
Es muss doch irgendjemand geben, der Enea helfen möchte. 🙁